Martin Luther – schwarzrotgold? Die Humboldts – schwarzweiß(rot)?

Richard Faber

Logo der Lutherdekade

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I.

Vor allem im Jahre 2017 kannte fast jeder das hier abgebildete Logo der sogenannten „Lutherdekade“. Ich betone „Dekade“ und erinnere daran, dass sie zehn Jahre lang aufgrund eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses mit nationalen Steuergeldern tüchtig alimentiert worden ist, also auch mit Steuergeldern islamischer, jüdischer, katholischer und religiös nicht gebundener Steuerzahler. Darauf komme ich später zurück; verweilen möchte ich zunächst beim nationalen Charakter der bundesdeutschen „Lutherdekade“. Serge Fornerod, Vertreter des reformierten „Schweizer Evangelischen Kirchenbundes“, kritisierte bereits 2013, dass die gleichsetzende Verwendung der Begriffe „Reformations-“ und „Lutherjubiläum“ und die Bezeichnung der zehnjährigen Vorbereitung des Jubiläums als „Luther-Dekade“ der Geschichtlichkeit, der Internationalität und der Pluralität der Reformation keineswegs gerecht werden. Die Unterlegung des zentralen Kampagnenlogos – ein stilisierter Lutherkopf und die Worte „Luther 2017. 500 Jahre Reformation. Am Anfang war das Wort“ – in den Farben Schwarz-Rot-Gold sei, so Fornerod wörtlich, „der Höhepunkt einer misslungenen und missverständlichen Kommunikation der Botschaft der Reformation“.

Logo der Lutherdekade
Logo der Lutherdekade 2007 – 2017

Über die mehr oder weniger blasphemische Heranziehung von Joh. 1,1 im Kampagnenlogo gehe ich schnell hinweg, wohl wissend, dass es immer noch Lutheraner gibt, die davon überzeugt sind, dass ihr „Dr. Martinus“ der Verfasser der Bibel ist. Mein zentrales Problem ist der schwarz-rot-golden gewandete Luther. Ihn vor Augen stelle ich mir Luther und die Seinen zu Zeiten der Weimarer Republik an der Spitze des „Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold“ vor, der Kampforganisation der verfassungstreuen Republikaner in SPD, linksliberaler DDP und auf dem linken, dem „Wirth“-Flügel des katholischen Zentrums, also Arm in Arm mit noch so revisionistischen, dennoch aber atheistischen Marxisten, jüdischen Neokantianern in der Art der hamburger DDP-Sympathisanten Ernst Cassirer und Aby Warburg, sowie des religiös-sozialistischen, Martin Buber und Paul Tillich verbundenen Walter Dirks von der zentrumsnahen „Rhein-Mainschen Volkszeitung“.

Wer hier nicht wenigstens im Stillen lacht, hat keinen Sinn für Sarkasmus. Meine Phantasmagorie ist absurd, freilich um den schwarz-rot-goldenen Luther ad absurdum zu führen. Er und die, die nicht nur dem Namen nach Lutheraner sind, haben mit revolutionären Menschen- und demokratischen Grundrechten nichts am Hut und nie am Hut gehabt. Selbst die Gewissens- und Religionsfreiheit ist keineswegs von ihnen, sondern gegen sie erkämpft worden. Luthertum sans phrase, Luther à la lettre haben für verfassungsfeindlich zu gelten. Rufen Sie bitte nicht „Anachronismus“; nicht ich habe Luther schwarz-rot-gold in die Farben des Hambacher Festes von 1832 und der Märzrevolution von 1848/49, also des Beginns demokratischen Republikanismus auf deutschem Boden gekleidet, ihm gleichsam die französische Jakobinermütze aufgesetzt: „unserem“ immer noch „deutschen Luther“.

Ich gehe hinter das Hambacher Fest zurück auf das fast auf den Tag 200 Jahre zurückliegende Wartburg-Fest des Jahres 1817, das, wie schon sein Name andeutet, eine Reformations- bzw. Luther-Gedenkfeier gewesen ist, weitere solche Jubiläen, einschließlich  des 500jährigen, generierend. Es handelte sich damals auf der Wartburg aber auch um eine antifranzösisch-nationalistische Siegesfeier im nicht weniger intensiven Gedenken an die sogenannte Völkerschlacht von Leipzig: den dortigen Triumph über das Napoleonische Frankreich im Jahre 1813. Allerdings, der Deutsch-Nationalismus der in Eisenach versammelten Burschenschaftler war noch ein mehr oder weniger liberaler (Antisemitismus und Luther hin oder her); gerade auch deshalb wurden 1819 die berüchtigten „Karlsbader“ Repressions-„Beschlüsse“ gefasst: gegen die „Umtriebe“ der „Deutschen Burschenschaft“ vor allem (deren Verbindungs-Farben Schwarz-Rot-Gold waren).

Im Hambach des Jahres 1832 wurden aus den Verbindungs-Farben der Jenaer Urburschenschaft solche einer – unserer heutigen – Nationalflagge, im Verbund mit ‚aufrührerischen’, kaum mehr antifranzösischen, sogar ausdrücklich proeuropäischen, vor allem aber auf „Einigkeit und Recht und Freiheit“ für ein demokratisches Deutschland drängenden Reden und Resolutionen. Hauptorganisator und -redner des Festes war (vor Ludwig Börne und nicht wenigen Jakobiner-Sprößlingen des ehemaligen Departements Mont Tonnaire) der Jurist, Publizist und Synodale der Pfälzer Unionskirche Philipp Jacob Siebenpfeiffer, wie die ganz überwiegende Mehrheit der ursprünglich reformierten, dem Heidelberger Katechismus verpflichteten Kirche ein entschiedener Vertreter des theologischen Rationalismus, also kein Lutheraner. Die königstreuen bayerischen Neulutheraner haben dies mit Fleiß, doch durchaus richtig bemerkt und das königliche Strafgericht über die Hambacher nachdrücklich begrüßt, nicht anders als der aus der Nähe von Hambach stammende spätere Kardinal-Erzbischof von Köln Johannes von Geissel. Noch 1932,  bei der Hundertjahrfeier des Hambacher Festes stellte sich zumindest der der monarchistischen Bayerischen Volkspartei zugewandte Teil des katholischen Klerus der Pfalz gegen die schwarz-rot-goldene Feier, Seite an Seite mit den von Haus aus mehrheitlich protestantischen Nationalsozialisten, die schon damals die Hakenkreuzfahne auf den Turm des Hambacher Schlosses wünschten, statt Schwarz-Rot-Gold.

Bereits die in der Pfalz bis 1930 die Mehrheit stellende nationalliberale Deutsche Volkspartei hatte das bismarckisch-kaiserreichische Schwarz-Weiss-Rot deutlich den republikanischen Farben vorgezogen. Gerade auch der pfälzische Liberalismus, noch einige Jahre über 1848/49 hinaus die Speerspitze des republikanischen Linksliberalismus auf deutschem Boden, war spätestens 1866 bzw. 1870/71 in mehr nationalistisches als liberales Fahrwasser geraten und mit ihm der eng mit ihm verbundene pfälzische Rationalprotestantismus. Gemeinsam verendeten sie dann auch, wie die immer nationalistischer gewordenen Burschenschaften, im Nationalsozialismus; kaum eine Landeskirche war diesem so verfallen wie die pfälzische. Ich komme zwar, wie schon meine Sprachfärbung verrät, aus der Pfalz, bin aber alles andere als Lokalpatriot. Nur, wenn man über Schwarz-Rot-Gold redet, schaden einem intime Kenntnisse der pfälzischen Landesgeschichte – die im relevanten Zeitabschnitt mehr als das ist – keinesfalls.

***

Zurück zu Luther; natürlich ist er nicht ‚an allem schuld’. Es gilt einen horrenden Selbstverrat des deutschen Liberalprotestantismus zu konstatieren, nicht erst im Ersten Weltkrieg und danach. Was den politischen Liberalismus angeht, erwähne ich nur, dass der des Luthertums wahrhaft unverdächtige DDP-Reichstagsabgeordnete Theodor Heuss der Festredner bei der Hundertjahrfeier des Hambacher Festes im Mai 1932 gewesen ist, dann aber im März des folgenden Jahres für das NS-Ermächtigungsgesetz gestimmt hat. Andererseits, Luther und die Lutheraner konnten gar keinen Selbstverrat begehen, „Obrigkeit“ war und blieb für sie von vornherein sakrosankt – für einen extremen Lutheraner wie Jochen Klepper sogar eine nationalsozialistische (mit tragischen persönlichen Folgen für ihn und seine teilweise jüdische Familie).

Kleppers gleich ihm monarchistisch-konservativer, freilich katholischer Freund Reinhold Schneider konnte nur schmerzlich den Kopf schütteln. Wie negativ katholisch ansonsten immer, das auch katholische, das thomistische Naturrecht der Dominikaner-Schule von Salamanca hatte Schneider in der Figur des Bartolomeo de Las Casas in den geistigen Widerstand getrieben; nicht anders als den Jesuitenpater Alfred Delp in den Kreisauer Kreis speziell. Selbstverständlich trafen die beiden dort  mehrheitlich auf Protestanten, doch eben solche, die sich aus lutherischem Bann mehr oder weniger gelöst hatten. (Bekanntlich war des Grafen Moltke persönlicher Lehrer Eugen Rosenstock-Huessy und James von Moltke wie nicht wenige andere angelsächsisch sekundärsozialisiert worden.)

Ich möchte hier fünf universalhistorische Thesen aufstellen:

  1. Der gegenreformatorische Katholizismus stellt selbstverständlich keine ernstzunehmende Alternative zum Protestantismus, nicht einmal zum Luthertum dar, doch sollte man keinen Augenblick übersehen, dass er beispielsweise mit Las Casas, dem „Vater der Indios“ und dem Jesuitenpater Friedrich von Spee, dem entschiedenen Bekämpfer der Hexenprozesse im Besonderen und der Folter im Allgemeinen Persönlichkeiten aufweist, denen überkonfessionelle Bedeutung unmöglich abgesprochen werden kann. Selbstverständlich hat auch die römische Kirche bis heute nie an ihre Kanonisierung gedacht. Man stelle sich nur vor, dieser Spee hat indirekt sogar den ‚gottlosen’ Preußenkönig Friedrich zur Abschaffung der Folter inspiriert – für uns hier: Spee und sein reformierter ‚Schüler’ Thomasius, nicht der hexenbekämpfende Luther!
  2. Niemand kann einfach zurück zur vorreformatorisch-alten Kirche, doch gab es zu deren Zeit nicht nur – von ihr ausgeschiedene – „Ketzer“ à la Waldus, Wiclef und Hus, sondern zwar reglementierte, doch nicht völlig verabschiedete Reformer wie in Teilen des Franziskanerordens, schließlich grenzgängerische Intellektuelle in Art der Cusanus, Morus und Erasmus, deren Erbe bis heute keineswegs abgegolten ist. (2017 wurden nicht nur Luthers Thesen 500 Jahre alt, sondern auch Erasmus´ Friedensschrift konnte in diesem Jahr ihren 500jährigen Geburtstag feiern. Ein zum Misserfolg verurteilter, doch ganz ernst gemeinter Vorschlag ist gewesen: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verleiht 2017 seinen „Friedenspreis“ posthum Erasmus – wenige Wochen vor dem Wittenberger Luther-Event.)
  3. Nicht nur ich empfinde es geradezu als Skandal, dass wie die humanistische Bewegung insgesamt eine so außerordentliche Persönlichkeit wie die des Erasmus, die weltweit und bis heute ungemein einflussreich ist, derartig in den Schatten Luthers gerückt wird. Kaum überraschend, dass auch die katholische Kirche Erasmus nicht mag, nie seine Kanonisierung auch nur erwogen, sondern im Gegenteil auf dem Trienter Konzil alle seine Schriften auf den Index gesetzt hat. Doch ich darf erinnern: Die Lutherdekade ist kein nur evangelisch-kirchliches, nicht einmal ein bloß ökumenisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches, ja nationalstaatliches ‚Event’ gewesen. Spätestens in dieser Hinsicht, nicht nur der ein Drittel kirchlich Ungebundener in der BRD wegen, war des Erasmus’ Nichtbeachtung im Jahre 2017 wirklich unverständlich. Ihrerseits im Erbe des die Neuzeit eröffnenden Renaissancehumanismus Italiens stehend – besonders an dessen republikanische Bürgerhumanisten sei erinnert -, haben Erasmus und die Seinen Grundlegendes für die zunächst nicht protestantische, schon gar nicht lutherische Aufklärung getan. Diese aber ist, wie schon der Renaissance-Humanismus auf griechisch-römische Literatur, Philosophie und Rhetorik zurückgreifend, zur entscheidenden Begründerin der Menschen- und Bürgerrechte geworden. Es lebe die Aufklärung!
  4. Ich vergesse nicht die Bedeutung des gleichfalls so außerordentlich verdrängten – dem ketzerverbrennenden Calvin ins Angesicht widerstehenden – Sebastian Castellio, anderer Ireniker und selbstverständlich ganz unterschiedlicher Nonkonformisten und Dissenter für Gedanken und Realisierung der Religionsfreiheit, doch vom Einfluss der Erasmianer auf sie ganz abgesehen, Lutheraner waren diese ‚Sektierer’ keinesfalls und auch ‚Deutsche’ nur selten. In den Niederlanden, Brittanien und den späteren USA spielte die progressive Musik des Protestantismus – selbst dort aber nur, meine Schlusspointe, weil gerade auch Humanismus und Aufklärung dort stärker entwickelt und wirkmächtiger waren als im „Heiligen Reich“. Selbst die französische Aufklärung und Revolution waren allenfalls parahugenottische, sicherlich aber keine lutherischen Ereignisse. (Natürlich auch keine katholischen.)
  5. Ein allein angemessenes Reformationsjubiläum nicht nur in gesamtgesellschaftlicher, ganz klar transnationaler, sondern auch in panökumenischer Sicht – zugunsten von Freiheit, Gleichheit und Solidarität: wahrer Humanität, wäre eines gewesen – warum forderten das nicht wenigstens die unierten Kirchen innerhalb der EKD? –, das Zwingli und Calvin miteinbezogen hätte, natürlich aber auch lutherische Neben-Reformatoren wie Melanchthon, Spalatin und Bugenhagen – nicht einmal die Bibel hat Luther allein übersetzt; dann die von allen Großreformatoren mehr oder weniger verfolgten „Schwärmer“, Täufer, Ireniker und Nonkonformisten – gerade sie, sowie die oben bereits genannten Einzelkämpfer Castellio, Spee und Las Casas sowie Erasmus, La Boetie, Montaigne, Leibniz und Lessing: die in lauter großen Buchstaben geschriebenen HUMANISTEN.

Um diese meine letzte These exemplarisch zu veranschaulichen: Ich stelle mir ein Reformationen-Logo vor – Reformation gibt es immer nur im polyphonen, ja kakophonen Plural -, das (ohne irgendwelche Nationalfarben) stets Calvin, Erasmus, Luther und Zwingli umfasst, je nach Landeskirche aber auch: Karl Barth, Gustav Heinemann und Friedrich Spee (ich denke speziell an die Rheinische Kirche); Ursinus, einen der Verfasser des Heidelberger Katechismus – ich denke speziell an die Pfälzische und Badische Kirche. Für letztere wären auch Johann Peter Hebel und Ernst Troeltsch empfehlenswert, für beide Kirchen Martin Bucer (für die Pfälzische schließlich noch Siebenpfeiffer und – warum nicht? – Ernst Bloch). Die Württembergische Kirche sollte selbstverständlich ihres Erzreformators Brenz gedenken, wenigstens eines der pietistischen „Schwabenväter“, Johann Valentin Andreaes mit Vorzug, aber auch Hegels, Schellings und David Friedrich Strauß’. Berlin-Brandenburg müsste neben seinem Erzreformator Agricola, Böhme, Spalding, Schleiermacher und Bonhoeffer, aber auch Lessing und – warum nicht? – Moses Mendelssohn ins Logo aufnehmen (Sachsen-Thüringen unbedingt Comenius, Herder, Zinsendorf und  Müntzer). – Hamburg endlich?

Ich komme, vieles auslassend, allmählich zum Schluss des ersten Teils: Bugenhagen, versteht sich, dann Reimarus und Lessing, wohl oder übel Wichern, dann aber auch Dorothee Sölle und, analog zu Mendelssohn im Berliner Fall, Ernst Cassirer; Altonas und Umgebung wegen, wie im Falle Schleswig-Holsteins, vielleicht auch die Dänen Grundtvig und Kierkegaard. Jedenfalls ist Reformation (nie in der Einzahl) alles andere als eine bloß deutsche Angelegenheit, selbst das Luthertum nicht. Ja, ist nicht gerade dieses vor allem eine skandinavische Angelegenheit, Estland, Finnland und Lettland mitumfassend?

Wohin reiste Papst Franziskus 2017? Nicht nach Wittenberg, aber nach Lund, wenn auch zum Lutherischen Weltbund, doch eben zu diesem. Warum ist das deutsche Luthertum, der deutsche Protestantismus so wenig international – seine eigenen Reformationen global alias ökumenisch relativierend? Nur klammheimlich ökumenisch, und sei es auf noch so sympathische Weise, sollte man nicht sein. Wovon ich spreche? Davon, dass in gewissen Insiderkreisen schon lange vor 2017 der Speech kursierte, die „Lutherbotschafterin“ Margot Käßmann würde im Namen des Wittenbergers Martin Luther King verkünden. Die pointierte Diagnose lautete, und sie ist auch die meine: „Etikettenschwindel“ bzw. „Geschichtsklitterung“.

Ich bin unbedingt für die Aufnahme Kings in jedes, jedes meiner oben entworfenen poly-, ja kakophonen Reformationslogos, doch eben bei merklicher Betonung ihrer Dissonanzen. Denn so wie kein Weg von Martin Luther zu Martin Luther King führte – dessen Herkunft ist trotz seines Namens eine nichtlutherische –, führt auch kein Weg von King zurück zum Luthertum, es sei denn, dieses unterziehe sich nach- und ausdrücklich einer tüchtigen Revision, selbst seinen Namengeber nicht schonend, vielleicht sogar in den (endgültigen) Ruhestand versetzend.

Wogegen ich 2017 entschieden gewesen bin, sind Massenwallfahrten zur restaurierten Schlosskirche in Wittenberg, die seit dem späten 19. Jahrhundert ein wilhelminisch-deutscher Reichsdom ist: ein unübertreffliches Denkmal für die an Verschmelzung reichende Verbindung von Thron und Altar in den Farben „Schwarz-weiß-rot“. Auch des Thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow Wallfahrt zu den schwedischen Wasas erscheint mir,  nicht erst im Rückblick, mehr als unüberlegt gewesen zu sein. Sie erinnert mich fatal an Franz Josef Strauß´ jährliche Wallfahrt zum Grab des bayerischen Generalissimus Tilly im Marienwallfahrtsort Altötting. (Ich muss wohl kaum erinnern, dass die  von den Ihren nahezu heiliggesprochenen Gustav Adolf und Tilly unter die größten Bluthunde des Dreißigjährigen Krieges zu rechnen sind.)

Wohin man 2017 stattdessen hätte reisen können? Ein Vorschlag, mein Vorschlag ist gewesen: ins ganz in der Nähe von Hamburg gelegene Friedrichstadt an der Eider, ein wohl erhaltenes Städtchen niederländischen Baustils, das mitten im Dreißigjährigen Krieg für Glaubensflüchtlinge verschiedenster Denominationen gegründet wurde, damit sie dort mit Juden, Katholiken und Lutheranern friedlich zusammenlebten. Besonders eindrucksvoll ist der mitten in der Stadt gelegene Mennonitenfriedhof. Ich kann mir vorstellen, dass Sie der Hamburger Emeritus Hans-Jürgen Goertz immer noch recht gern durch Friedrichstadt führen würde: ein ausgewiesener Reformationshistoriker im Allgemeinen und Täufer- bzw. Mennonitenhistoriker im Besonderen.

Keine Frage, ich sympathisiere gleich Goertz ein Stück weit mit dem „Linksprotestantismus“, dieser ist und bleibt ein wichtiger Bündnispartner emanzipatorischer und solidarischer Politik, doch – und damit kehre ich zum Beginn meines ersten Vortrags zurück –  ist es überhaupt eine legitime staatliche Aufgabe, sich an religiösen Feiern aktiv zu beteiligen? Warum gab es von 1989 bis 1999 statt der „Luther-“ keine „Verfassungsdekade“, um 50 Jahre Grundgesetz zu feiern: zu bedenken, zu diskutieren und weiterzuentwickeln unter Beteiligung aller, besonders aber von Juristen, Ökonomen, Philosophen, Politologen, Soziologen und – warum nicht? – Theologen? Wäre eine Dekade solcherart nicht viel naheliegender für einen ausdrücklich säkularen Staat gewesen, gerade im Stadium seiner ‚Erweiterung’? Selbst Kant- oder Lessingfeiern nationalen Zuschnitts wären meines Erachtens viel angebrachter, wesentlich unverfänglicher, als die Lutherdekade von 2008-2017 es gewesen ist.

Wie sehr und aktuell verfänglich Martin Luther ist, zeigte eine Fernsehdiskussion des Sommers 2015 im unmittelbaren Anschluss an das Merkelsche „Willkommen“ für die in Ungarn festsitzenden syrischen Flüchtlinge. Luther-Botschafterin Käßmann sprang dort der Kanzlerin im Rekurs auf das Gleichnis vom „Barmherzigen Samariter“ bei – noch der unkirchliche „Arbeitersamariterbund“ der sozialdemokratischen „Arbeiterwohlfahrt“ dürfte sich darüber gefreut haben, doch der in der Runde mitdiskutierende ungarische Staatssekretär, zugleich ein leitender Mann der lutherischen Kirche Ungarns, ließ sich keineswegs aus der Ruhe bringen und konterte cool mit dem Hinweis auf Luthers „Zwei-Reiche-Lehre“. Ich fand und finde das peinlich, doch war (ist) Victor Orbans Mann nicht eigentlich lutherischer als die bundesdeutsche „Lutherbotschafterin“?

Analoge Frage: Was halten Sie lutherphilologisch von der folgenden Buchankündigung des renommierten Münchner Fink-Verlags: „Norbert Bolz bringt Luther gegen den sentimentalen Humanitarismus unserer Zeit in Stellung. Es gibt nämlich keinen schärferen Kritiker des Gutmenschentums als Luther.“? Ich kann nur kommentieren, voller Sarkasmus und Luthers Forderung nach „scharfer Barmherzigkeit (den Juden gegenüber)“ im Ohr: „Landgraf werde hart!“ Sie erinnern sich unschwer daran, dass die Wartburg ein Landgrafenstammsitz gewesen ist, und lutherische Fürsten sehr leicht hart werden konnten, wenn sie es nicht immer schon waren, nicht anders als katholisch gebliebene. Im Bauernkrieg mordeten die Staatsterroristen Seite an Seite, beginnende Konfessionsunterschiede hin, beginnende Konfessionsunterschiede her. In Politisch-Entscheidendem war und blieb man sich auf Jahrhunderte einig, selbst was Embleme wie das auf den Deutschherrenorden zurückgehende „Eiserne Kreuz“ angeht. Schließlich schielte schon Friedrich Wilhelm IV. und nicht erst Wilhelm II. auf die konstantinischen Byzantiner und Staufer, verehrten beide mit Vorzug einen Christus Imperator/ Christus Pantokrator.

Daran hätten sich die Veranstalter des Wittenberger „Christusfestes“ im Jahre 2017 vielleicht erinnern sollen und wohl auch daran, dass die Verse der mittelalterlichen Krönungs-Laudes: „Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat“ nicht zuletzt in das mittelalterliche Reichsschwert eingraviert sind, das heute in der Schatzkammer der Wiener Hofburg, zwischen 1938 und 1945 aber in Nürnberg, der „Stadt der Reichsparteitage“ aufbewahrt wurde.

***

Ob ich zum Schluss nicht endgültig ‚zu weit’ gegangen bin? Ich habe mich das selbst gefragt, bin dann aber von Markus Droege, dem vorletzten Bischof der Berlin-Brandenburgischen Kirche, völlig beruhigt worden, als dieser Ende Mai 2017 das nach/gegen „1848/49“ auf der Kuppel des preußischen Königs-/des späteren deutschen Kaiserschlosses in Berlin installierte Kreuz dorthin zurückverlangte – nachdem das Schloss (samt Kuppel) fast zu Ende restauriert war. Droege, leider nicht nur er, wollte die architektonische Restauration der politischen Restauration vollenden: ihr das religiöse I-Pünktchen aufsetzen. Nicht inkonsequent, wie man zugeben muss: Kein Thron alias Schloss ohne Kreuz bzw. Schlosskapelle (mit sie bekrönendem Kreuz) – vormaliger Calvinismus der Hohenzollern hin oder her.

Mein Widerspruch ist freilich kein konfessioneller, überhaupt kein religiöser, wenn auch ein von nicht wenigen selbstkritischen Theologen geteilter: Spätestens 100 Jahre nach dem revolutionären Entstehen der ersten deutschen Republik 1918 und nach 70 Jahren Bonner Grundgesetz muss ein für allemal Schluss mit „Thron und Altar“ sein – erst recht wenn die Schloss-Kuppel nicht einmal mehr eine Kapelle überwölbt. Gerade auch das unmittelbar vor der Kuppel (anstelle des für den „Kartätschen-Prinzen“ und dann ersten Kaiser Wilhelm) zu errichtende „Denkmal der deutschen Einheit“ erlaubt kein Kreuz über sich: Die „Friedliche Revolution“ von 1989 war keine irgendwie religiöse, gar (evangelisch-)kirchliche, wenn einige sie auch als solche stilisieren möchten – gern verdrängend, welches Bild die gemeinsame, geradezu staats-kirchliche Reformationsfeier des Jahres 1983 in DDR-Wittenberg bot.

II.

Das wieder aufgebaute Berliner Schloss nennt sich offiziell „Humboldt-Forum“,  was mich veranlasst, Berlin-Brandenburgs wohl bedeutendstem Schriftsteller, Theodor Fontane das Wort zu geben. Es findet sich in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ und handelt von der Begräbnisstätte im Tegeler Schlosspark der Humboldts:

„Wenn ich den Eindruck bezeichnen soll, mit dem ich von dieser Begräbnisstätte schied, so war es der, einer entschiedenen Vornehmheit begegnet zu sein. Ein Lächeln spricht aus allem und das resignierte Bekenntnis: wir wissen nicht, was kommen wird, und müssen’s – erwarten. Deutungsreich blickt die Gestalt der Hoffnung auf die Gräber hernieder. Im Herzen dessen, der diesen Friedhof schuf, war eine unbestimmte Hoffnung lebendig, aber kein bestimmter siegesgewisser Glaube. Ein Geist der Liebe und Humanität schwebt über dem Ganzen, aber nirgends eine Hindeutung auf das Kreuz, nirgends der Ausdruck eines unerschütterlichen Vertrauens. Das sollen nicht Splitterrichter-Worte sein, am wenigsten Worte der Anklage; sie würden dem nicht ziemen, der selbst lebendiger ist in der Hoffnung als im Glauben. Aber ich durfte den einen Punkt nicht unberührt und ungenannt lassen, der, unter allen märkischen Edelsitzen, dieses Schloss und diesen Friedhof zu einem Unicum macht. Die märkischen Schlösser, wenn nicht ausschließlich feste Burgen altlutherischer Konfession, haben abwechselnd den Glauben und den Unglauben in ihren Mauern gesehen; straffe Kirchlichkeit und laxe Freigeisterei haben sich innerhalb derselben abgelöst. Nur Schloss Tegel hat ein drittes Element in seinen Mauern beherbergt, jenen Geist, der, gleich weit entfernt von Orthodoxie wie von Frivolität, sich inmitten der klassischen Antike langsam, aber sicher auszubilden pflegt, und lächelnd über die Kämpfe und Befehdungen beider Extreme, des Diesseits genießt und das rätselvolle Jenseits hofft.“

Warum nicht eine Kopie der Thorwaldseschen „Spes“ im Tegeler Schlosspark auf die Berliner Schloßkuppel setzen (wenn man überhaupt meint, es müsse dort ‚etwas’ hin)? Ein allenfalls konservativ-liberaler, ja heute nur noch liberal-konservativer Vorschlag – freilich würde die Spes viel besser als das Kreuz zum am Schloß auch angebracht werden sollenden Schriftzug „Zweifel“ passen. Andererseits erinnert dieses „Zweifels“-Wort fatalerweise an den mehr als koketten Schriftzug am wiederaufgebauten Potsdamer Stadtschloss, dem heutigen Brandenburger Landtag: „Ce n’est pas un chateau“. – Was soll eines nicht fernen Tages an einer der Mauern der dann wiedererrichteten Potsdamer Garnisonskirche stehen? Vielleicht: „Hier fand der Tag von Potsdam nicht statt“? Oder: „Das ist keine Kriegs- (sondern eine Friedens-)Kirche“? Man erinnert sich vielleicht, dass schon die St. Bernhardskirche in der pfälzischen Bischofsstadt Speyer, in deren Schatten Altbundeskanzler Helmut Kohl Sommer 2017  begraben wurde, „Friedenskirche“ genannt wird – auch dies zu Unrecht.

Bernhard von Clariveaux predigte im mittelalterlichen Kaiserdom zu Speyer „vor Kaiser und Reich“ den Kreuzzug, und die Bernhardskirche wurde zwar von der katholischen „Pax Christi-Bewegung“ Anfang der 50er Jahre zusammen mit der französischen Schwesterorganisation zum Zweck der deutsch-französischen Verständigung errichtet, aber auch zur  Befeuerung des Kalten Krieges und unter Berufung auf den (un-)heiligen Bernhard. Kohls unmittelbarer Vorgänger als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident, Peter Altmeier, erklärte in seiner Rede, an die Grundsteinlegung durch den päpstlichen Nuntius Alois Münch anschließend:

„Es läge nahe, den Sinn dieser Stunde in einer historischen Parallele auszudeuten und in politischer Sicht zu werten. Ist es doch so, dass sich heute die Völker Europas angesichts der aus dem Osten drohenden Gefahr genauso zur Abwehr zusammenfinden müssen, wie ehedem vor achthundert Jahren… Wie hat (Bernhard) klar und weitschauend erkannt, dass eine Abwehr der östlichen Gefahr nur durch eine Zusammenfassung der Kräfte des christlichen Abendlandes gesichert werden könne, und wie hat er damit für den Frieden und für die Sicherheit jener Völker gewirkt, die wir heute als die freie westliche Welt bezeichnen!“

Nahezu identisch mit den Worten Altmeiers ist das Telegramm gewesen, das Bundeskanzler Konrad Adenauer anlässlich der Kirchweihe von St. Bernhard schickte: „Hier (in Speyer), wo der heilige Bernhard den Kreuzzug predigte, finden sich in für das ganze christliche Abendland höchst bedeutsamer Stunde Männer und Frauen ein, die den festen Willen bekunden, alles zu tun, um die durch die Jahrhunderte uns überkommenen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit des Geistes uns gegenüber der drohenden Gefahr aus dem Osten zu bewahren.“

Manche von Ihnen werden vielleicht gut biblisch sagen: „Lasst die Toten ihre Toten begraben!“ Ich halte dagegen, dass St. Bernhard damals den Kreuzzug gegen die Sarazenen, also Muslime predigte, und Luther das zu seiner Zeit – auf seine Weise – auch noch tat. Selbst meine allerletzten Ausführungen bleiben also auch der Titelfrage meines I.  Vortrags verpflichtet: „Luther – schwarzrotgold?“.

Zwei Tage vor dem Reformationsfest des Jahres 2017, in Potsdam, aus Anlass des Baubeginns für den Turm der Garnisonskirche wäre eindeutig schwarzweißrot oder wenigstens schwarzweiß zu flaggen gewesen. „Eindeutig“ meine ich durchaus doppeltironisch; schwarzrotgold ist im Falle der preußischen Soldatenkönige völlig unangebracht. Niemand wird das zu bezweifeln wagen, doch eben schon Luther lässt sich unmöglich schwarz-rot-gold gewanden. Und was ist mit der vom neulutherischen/hochkirchlichen Friedrich Wilhelm IV. erbauten, immer schon „Friedenskirche“ geheißenen im Potsdamer Schlosspark?

Sie ist vielleicht das Beispiel für dieses Königs bereits benannten Byzantinismus, doch seit einiger Zeit heißt das Gotteshaus des öfteren „Friedenskirche Sanssouci“. Wie unfreiwillig witzig, heißt doch „Sans, souci.“ – wie allein korrekt, mit Komma und Punkt geschrieben: ‚Ohne Sorge ist man, wenn man Deist statt Reformierter’!

So lautet die offen-geheime Message des „Philosophen auf dem Königsthron“ an der Stirnseite seines Privatschlosses – noch den erweckten Urgroßneffen frech herausfordernd. Doch ist nicht auch Friedrich Wilhelms IV. Bruders Wilhelm und dessen Enkels, Wilhelms II. ein weiteres Mal zu gedenken? Zweifellos und aus hochaktuellem Anlass.

Das „Humboldt-Forum“ heißt ja nicht zuletzt Alexander von Humboldts wegen so: wegen dessen überseeischen Expedition, soll das Forum ja gerade auch als Ethnologisches Museum dienen. Doch der wahrhaft große  Alexander – Kosmopolit par excellence – hat sich nie irgendwelchen Kolonialismus oder gar Völkermords schuldig gemacht; ganz im Unterschied zu den beiden Wilhelmen und den ihnen dienstbaren evangelischen Missionaren. Nicht zuletzt der Wilhelminer wegen ist blasphlemisch, jedenfalls skandalös, was wieder auf der restaurierten Kreuzeskuppel des Humboldt-Forums steht – wörtlich einen Spruch Friedrich Wilhelms IV. zitierend: „Es ist kein ander Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller deren Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“

„Die Spannungen zwischen der architektonischen Form und dem Inhalt, zwischen Symbolen und Programmatik werden noch reichlich Stoff für Diskussionen bieten und für Veranstaltungen  im demnächst öffnenden Haus“, welchem Kommentar Jens Biskys vorerst nichts hinzuzufügen ist. (Selbst was den „originär italofaschistischen Stil“ der Forums-Rückseite angeht, belasse ich es beim bloßen Hinweis auf Jürgen Großes Kritik.)

Literatur

  • Aly, Götz (2021), Das Prachtboot. Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag.
  • Bisky, Jens (23.5.2020), Die unmöglich Inschrift. Süddeutsche Zeitung.
  • Döbler, Katharina (2021), Dein ist das Reich. Roman. Berlin 2021: Claassen Verlag.
  • Eiselen, Tobias (2005), Ein Missionar sieht seine neue Welt. Jakob Andreas Spieth (1856-1914) zwischen Bremen und Togo, in: Faber, Richard (Hg.), Zwischen Affirmation und Machtkritik. Zur Geschichte des Protestantismus und protestantischer Mentalitäten. Zürich: Theologischer Verlag (S. 59-81).
  • Erasmus von Rotterdam (2017), Über den Frieden. Essen: Alcorde Verlag.
  • Ette, Ottmar (2009), Alexander von Humboldt und die Globalisierung. Das Mobile des Wissens. Frankfurt am Main und Leipzig: Insel Verlag.
  • Faber, Richard (2020), Abendland. Ein politischer Kampfbegriff. Hamburg: EVA (3. Aufl.).
  • Faber, Richard (2012), … der hebe den ersten Stein auf sie. Humanität, Politik und Religion bei Theodor Fontane. Würzburg: Königshausen & Neumann.
  • Faber, Richard / Puschner, Uwe (Hg.) (2017), Luther zeitgenössisch, historisch, kontrovers. Frankfurt/M.: Peter Lang.
  • Große, Jürgen / Bodenlose Fenster. Das Kultur-Schloß: Im Humboldt Forum vollendet sich die Weltanschauung des deutschen Bürgetums, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.7.2021, S. N 3.
  • Gründer, Horst & Hiery, Hermann (Hg.) (2017), Die Deutschen und ihre Kolonien: Ein Überblick. Berlin.
  • Junginger, Horst (2021), Der preußische Adler in der deutschen Herrschaftsgeschichte. Eine Vogelkunde aus religionspolitischer Sicht, Baden-Baden. 
  • Kittsteiner, H.D. (2001), Das Komma von Sans, Souci. Heidelberg: Manutius Verlag.
  • Münkler, Herfried (2017), Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618-1648. Berlin: Rowohlt (3. Aufl.).
  • Savoy, Bénédicte (2021), Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage. München: C. H. Beck.
  • Sutter, Sem Christian (2012), Friedrichstadt an der Eider. Ort einer Erfahrung religiöser Toleranz 1621-1727.Friedrichstadt: Gesellschaft für Friedrichstädter Stadtgeschichte.
  • Trabant, Jürgen (2021), Wilhelm von Humboldt (1767-1835). Menschen Sprachen Politik. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Richard Faber, geb 1943 in Ludwigshafen, ist Literatur-, Religions- und Kultursoziologe. 1977 Habilitation zur Konservativen Revolution, seit 2006 Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin

Online seit: 23. Dezember 2021

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