Über den Zusammenhang von Religion und Militär

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Antimilitaristischer Stadtrundgang, Vortrag und Diskussion

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 17:30 – 21:00 Uhr
Rechenzentrum Kunst- und Kreativhaus, Dortustraße 46, 14467 Potsdam

Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Garnisonkirche war bis zu ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs die wichtigste Militärkirche in Deutschland. Direkt nach der Wende begannen prominente Persönlichkeiten, ihren Wiederaufbau zu forcieren. Als sich dagegen Widerstand erhob, kam der widersprüchliche Gedanke auf, die Garnisonkirche zwar als ruhmreiche Haus- und Hofkirche der Hohenzollernmonarchie wiederzuerrichten, sie gleichzeitig aber zu einer Friedenskirche und einem demokratischen Versöhnungsort zu erklären. Blickt man in der Geschichte zurück, wurden ausnahmslos alle Kriege, für die in der Garnisonkirche gepredigt und gebetet wurde, mit dem Argument des Friedens begründet. Heute Bibelverse zu zitieren, in denen Begriffe wie Frieden und Versöhnung vorkommen, besagt deswegen nicht viel.

Der Diskussionsabend nimmt die letztes Jahr erfolgte Zusicherung einer Spende aus dem Wehretat des Verteidigungsministeriums in Höhe von 350.000€ zum Anlass, um über das Verhältnis von Religion und Militär nachzudenken.

17:30 Uhr: Antimilitaristischer Stadtrundgang durch Potsdam, Treffpunkt vor dem Rechenzentrum
Mit Carsten Linke (Verein zur Förderung antimilitaristischer Tradition)

19:30 Uhr: Friedensgarnisonkirche? Über den Zusammenhang von Religion und Militär
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Horst Junginger (Religionswissenschaftler an der Universität Leipzig)

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Lernort Garnisonkirche

Online seit: 21. September 2021

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