1945 – 2018

Mit dem Ende der Wehrmacht 1945 wurde die Militärgemeinde der Garnisonkirche aufgelöst. Die Zivilgemeinde gab sich in Abgrenzung zu ihrer historischen Tradition 1949 den neuen Namen „Heilig-Kreuz-Gemeinde“. Die Kirchenruine wurde gesichert und zunächst in ihrem Sockel provisorisch eine Kapelle eingerichtet, doch im Sommer 1968 wurde sie gesprengt. An ihrem Standort entstand in den Jahren 1969-1971 das Datenverarbeitungszentrum nach den Plänen des Kollektivs um den Architekten Sepp Weber, welches seit 2015 als Kunst und Kreativhaus Rechenzentrum genutzt wird.  Für die Heilig-Kreuz-Gemeinde wurde als Ersatz in der Nachbarschaft mit dem Heilig-Kreuz-Haus ein modernes Gemeindezentrum geschaffen. Von hier aus erfolgte in den kommende zwei Jahrzehnteen eine intensive und oft auch regimekritische Friedensarbeit. Zum 1.Januar 2019 verlor die Heilig-Kreuz-Gemeinde Potsdam ihre Eigenständigkeit und wurde mit der Evangelische Erlöserkirchengemeinde Potsdam fusioniert.

Der Fall der Garnisonkirche 1968 und ihre Vorgeschichte

Matthias Grünzig

Immer wieder heißt es, Walter Ulbricht als Vertreter der Staatsführung der DDR habe aus Preußen- und Kirchenhass den Abriss der Ruine der Garnisonkirche 1968 angewiesen. Doch wie das Studium der damaligen Akten zeigt, waren die Verantwortlichen und Gründe für die Zerstörung des Denkmals andere.

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Freiraum und Friedensforum. Heilig-Kreuz-Gemeinde 1968 – 1990

Matthias Grünzig

Weitestgehend vergessen ist die Geschichte der ehemaligen Zivilgemeinde der Garnisonkirche nach der Sprengung der Ruine 1968. Diese hatte sich in Abgrenzung von ihrem Erbe bereits 1949 zur Heilig-Kreuz-Gemeinde umbenannt. Ab 1972 praktizierte sie Heilig-Kreuz-Haus zwei Jahrzehnte lange eine engagierte und oft auch regimekritische Friedensarbeit.

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